Gesundheit ist keine Ware

Konferenz zu den Risiken und

Nebenwirkungen von Novartis

Programm-Flyer

Datum

3. - 5. April 2020

Mit der Konferenz “Gesundheit ist keine Ware” lancieren wir mit Fokus auf den Basler Konzern Novartis eine breite Debatte zu den profitorientierten Geschäftsmodellen rund um die Gesundheit.

Flyer der Konferenz als PDF

Ort

Wo?

HUMBUG – Klybeck-Areal (ehemals BASF) – Klybeckstrasse 241/K104 – 4057 Basel

Ort

Anmeldung

-> Anmeldung

Konferenz

Was?

Form: Referate | Workshops | Podien

Themen: Forschung und Entwicklung | Patente | Lobbying & Korruption | städtische Politik | Widerstand und Alternativen

Programm der Konferenz als PDF

Pharmakonzerne wie Novartis betonen, dass bei ihrer Arbeit der Mensch im Mittelpunkt steht. Mit Hilfe von innovativen Medikamenten soll den Menschen zu einem besseren und längeren Leben verholfen werden. Der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten wird jedoch einem grossen Teil der Weltbevölkerung, insbesondere im globalen Süden, verunmöglicht oder stark erschwert. Und auch im globalen Norden wollen die Pharmakonzerne enorm hohe Preise durchsetzen, die in eine Zweiklassenmedizin führen werden. Das Recht auf Gesundheit verkommt zu einer Ware, welche sich immer weniger Menschen leisten können.

Gleichzeitig sichern sich die Pharmakonzerne mit intensivem Lobbying, mit Patenten und mit korrupten Praktiken ihre Vormachtstellung im Gesundheitswesen und verdrängen damit andere Wege zur Bekämpfung von Krankheiten. In Basel und in der Region kennen die Menschen weitere negative Seiten der Pharmakonzerne wie (Massen-)Entlassungen und Verdrängungsprozesse in den Quartieren. Wir kritisieren diese Entwicklungen. Mit unserer Konferenz in der „Pharmastadt Basel“ wollen wir eine Plattform bieten, an der sich Betroffene, Quartierbewohner*innen, Menschen in Gesundheitsberufen, Arbeiter*innen und Angestellte der Pharmakonzerne, Expert*innen, Aktivist*innen und Organisationen kritisch mit der Pharmabranche auseinandersetzen und austauschen.

Gleichermassen wollen wir eine breite Öffentlichkeit sensibilisieren und gemeinsam Vorgehenswe isen diskutieren, wie die Pharmaindustrie dazu gebracht werden kann, das Recht auf Gesundheit zu respektieren. Das Recht auf Gesundheit bedeutet das Recht eines jeden Menschen auf das erreichbare Höchstmass an körperlicher und geistiger Gesundheit (UNO Pakt 1966).

Vorveranstaltungen

Vorveranstaltungen zur Konferenz

Flyer der Vorveranstaltungen als PDF

„Eure Aufwertung ist unsere Verdrängung“
Stadtspaziergang zur Verdrängung in den Quartieren Klybeck & St. Johann | mit Essen und Film

Der erste Teil des Stadtspaziergangs führt uns ins Klybeck-Quartier, während der zweite Teil uns das St. Johann-Quartier entdecken lässt.

Der Novartis-Campus ist eine Stadt in der Stadt und das Herzstück des entwickelten St. Johann-Quartiers. Von hier geht eine Verdrängung im Quartier aus, die sich vor allem rund um den Voltaplatz ausbreitet: Langjährige Mieter*innen mussten bereits aus Kostengründen wegziehen. Auch im Klybeck Quartier haben die Pharmakonzerne Spuren hinterlassen und Aufwertungsprojekte werden lanciert. Mit Expert*innen und Betroffenen veranstalten wir einen Stadtspaziergang, mit welchem wir in Augenschein nehmen wollen, wie die Verdrängung organisiert wird und was wir dagegen machen können.

> Sonntag | 23. Februar

> Klybeck: 13 Uhr | Schlössli | Schlossgasse 12

> St. Johann: 15 Uhr | breite Treppe Rheinuferweg (erreichbar via Tramhaltestelle Novartis, Campus)

> Bar & Essen: ab 17 Uhr | Film: ab 19 Uhr | Elsässerstrasse 128

Facebook: https://www.facebook.com/events/645982066149188

 

Profit oder Leben? – Wenn das Gesundheitswesen an die Grenze geht
Filmvorführung in Anwesenheit von Regisseurin Karin Bauer

Wie viel ist ein Menschenleben wert? Die Frage stellt sich, seit Novartis eine Gentherapie für 370'000 Franken auf den Schweizer Markt gebracht hat. Wie kommt ein solcher Preis zustande? SRF DOK folgt den Spuren der Krebskillerzellen: ein Pharmakrimi, der aufzeigt, wie die Branche funktioniert.

> Mittwoch | 18. März | 19 Uhr | KLŸCK Quartierarbeit Klybeck-Kleinhüningen | Kleinhüningerstrasse 205 | Basel

 

Antibiotika, Umweltkatastrophe und die Rolle von Novartis
Informationsveranstaltung mit Anil Dayakar, Umweltaktivist aus Hyderabad (Indien)

Das Novartis-Tochterunternehmen Sandoz lässt ihre Antibiotika in der Pharmametropole Hyderabad (Indien) herstellen. Anil Dayakar zeigt, wie die Abwasser der Fabrik ungefiltert in die Umgebung gelangen und sich dort explosionsartig multiresistente Keime vermehren. Wir diskutieren mit ihm das Ausmass und die Folgen der Umweltkatastrophe und wie wir die lokale Bevölkerung vor Ort unterstützen können.

> Bern: Montag | 30. März 2020 | 19 Uhr | Unitobler | Hörsaal 005 | Lerchenweg 36

> Zürich: Mittwoch | 1. April 2020 | 19 Uhr | Infoladen Kasama | Militärstrasse 87a